Resident Evil 4 Remake im Test: Perfekte Neuauflage des Horror-Klassikers! (2024)

Actionspiel für PC, PlayStation und Xbox

Resident Evil 4 Remake im Test: Perfekte Neuauflage des Horror-Klassikers! (1)

"Resident Evil 4 Remake" erscheint am 24. März 2023 für PC, Xbox Series S/X und PlayStation 4/5. Der Kettensägen-Mörder vom Beginn des Spiels freut sich bereits auf Sie!

Foto: Capcom

Uhr

Benedikt Plass-Fleßenkämper

Olaf Bleich

2005 revolutionierte "Resident Evil 4" die Survival-Horror-Saga. Nun ist das "Resident Evil 4 Remake" da – und verspricht Action auf höchstem Niveau. Der Test der PS5-Version verrät, wieso das Spiel selbst Hardcore-Fans verzückt!

Testfazit

Testnote

1,4

sehr gut

Rasender Puls, Angstschweiß und Panik: Genau das, was "Resident Evil 4" vor 18 Jahren auszeichnete, macht auch das "Remake" so besonders. Capcom meistert die Gratwanderung zwischen Treue zum Original und zeitgemäßer Innovation mit Bravour. Diese Neuauflage ist nicht einfach nur ein Technik-Update, sondern passt auch Charaktere, Spielbarkeit und Möglichkeiten an. "Resident Evil 4 Remake" begeistert, verängstigt und motiviert gleichermaßen. Die Kämpfe sind dank starkem Treffer-Feedback enorm intensiv und die Aufgaben mit eingestreuten Rätseln und taktischem Anspruch abwechslungsreich. Schwächen wie die beispielsweise etwas uninspirierten Nebenaufgaben verpuffen nahezu angesichts der insgesamt sehr hohen Produktqualität. Wer "Resident Evil 4" bislang noch nicht gespielt hat, muss jetzt unbedingt zuschlagen! Kennern sei das Remake ebenfalls wärmstens empfohlen, da Capcom den Klassiker derart gelungen neu aufgelegt hat, dass es selbst für sie immer wieder etwas Neues zu sehen und zu erleben gibt.

Pro

  • Packend und extrem spannend inszeniert
  • Charakterzeichnung wurde dezent angepasst
  • Technisch auf sehr hohem Niveau
  • Modernisierte Steuerung
  • Erweiterte Möglichkeiten im Kampf
  • 15 bis 20 Stunden Spielzeit – danach "New Game Plus"

Kontra

  • Nebenaufgaben wenig aufregend
  • Keine Quick-Time-Events, aber Reaktionstests im Nahkampf

Das 1996 veröffentlichte "Resident Evil" gilt als Wegbereiter des Survival-Horror-Genres. Das Zombie-Abenteuer begründete eine der bekanntesten Videospielmarken bisher und prägte eine ganze Generation. Der 2005 erschienene

vierte Serienteil

revolutionierte die Reihe, war härter, schneller und actionreicher als sämtliche Vorgängerspiele.

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Nachdem Entwickler Capcom bereits in den vergangenen Jahren die frühen "Resident Evil"-Ableger gekonnt neu auflegte, erscheint am 24. März 2023 "Resident Evil 4 Remake" für PC, PlayStation 4/5 und Xbox Series S/X. Das Spiel ist allerdings mehr als nur eine grafische Frischzellenkur: Die Japaner passen das Original technisch wie spielerisch an aktuelle Ansprüche an und präsentieren damit eines der besten Action-Erlebnisse des noch jungen Kalenderjahres.

Bekanntes Spiel mit modernen Twists

Im Grunde bleibt die Geschichte hinter "Resident Evil 4 Remake" identisch: Sie übernehmen Spezialagent Leon S. Kennedy. Den ehemaligen Polizisten führt es auf der Suche nach Präsidententochter Ashley Graham ins spanische Hinterland, denn die junge Frau wurde von der Los-Illuminados-Sekte entführt. Doch der Rettungseinsatz entwickelt sich schnell zum Himmelfahrtskommando. Die hiesigen Dorfbewohner wurden von den Los-Plagas-Parasiten infiziert und haben sich in blutrünstige Zombies verwandelt. Im Verlauf der 16 Kapitel umfassenden Kampagne warten allerdings noch weitaus gefährlichere Feinde auf Sie als nur ein paar Typen mit Sensen und Mistgabeln ...

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Capcom erweitert die bewährte Horror-Formel des Originals und fügt etwa einige neue Gegnertypen hinzu, verändert aber auch die Tonalität für seine Hauptcharaktere. Beispielsweise erfährt man gleich in der Startsequenz, wie stark die vergangenen Jahre Leon S. Kennedy traumatisiert haben. Er ist diesmal weitaus mehr als nur ein 08/15-Actionheld. Gleiches gilt für Ashley, die nicht mehr nur ein dummes Mädchen ist, sondern auch einiges auf dem Kasten hat. Ihre Eskort-Missionen haben die Entwickler übrigens dezent entschärft, sodass sie im Vergleich zum Original deutlich spielbarer sind.

So schön kann Angst sein

Ähnlich wie schon frühere Capcom-Neuauflagen macht auch "Resident Evil 4" einen gewaltigen Sprung nach vorn. Abseits der grundsätzlichen Aufwertung der Präsentation fallen das herausragende Sounddesign und die enorm atmosphärischen Licht- und Schatteneffekte auf. In Kombination erzeugt "Resident Evil 4 Remake" ein ständiges Gefühl der Bedrohung. Vorbei die Zeiten des sanften Psycho-Grusels früherer Teile, hier schießt der Puls immer wieder in ungeahnte Paniksphären. Capcom überarbeitet unauffällig auch die recht linear gehaltenen Levels selbst und erweitert beispielsweise einzelne Gebäude oder baut weitere Nebenwege ein.

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Neu dabei sind beim Händler aktivierbare Nebenaufträge. Diese sind nicht sonderlich kreativ gestaltet, fügen sich aber insgesamt gut ins Spiel ein und geben Ihnen oft noch einmal einen Grund, bereits besuchte Gebiete nochmals zu betreten. Auch wenn Munitionsknappheit in "Resident Evil 4 Remake" keine derart dominante Rolle einnimmt wie in früheren Serienteilen, ist das Inventarmanagement von Waffen, Heilgegenständen und anderen Objekten weiterhin enorm wichtig. Selbst bei einem ausgebauten Koffer muss man immer wieder entscheiden, was man tatsächlich benötigt und mitnehmen möchte.

Schneller und moderner

"Resident Evil 4 Remake" verwandelt den Klassiker in ein zeitgemäßes Actionspiel aus der Verfolgerperspektive. Das zeigt sich bereits bei der Steuerung: Leon S. Kennedy reagiert flott auf Tastenkommandos und gibt sich betont beweglich. Beispielsweise können Sie jetzt auch in Bewegung die Kanone ziehen oder nachladen. Das Messer spielt nun im Nahkampf eine weitaus wichtigere Rolle: Per Tastendruck kontern Sie Angriffe oder starten Gegenangriffe, sofern Ihnen die Legionen der Finsternis einmal zu dicht auf die Pelle rücken. Darüber hinaus schleicht sich Leon jetzt auch leise an Feinde an und kann sie mit einem unbeobachteten Angriff ins Jenseits schicken. Einen Haken gibt es allerdings: Das Messer nimmt mit jeder Aktion Schaden. Zerbricht es gar, können Sie besagte Attacken nicht mehr durchführen. Glücklicherweise finden Sie im Spielverlauf neue Klingen und können diese auch beim Händler reparieren oder aufleveln.

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Dazu entfernte Capcom Quick-Time-Events aus dem Spiel: Tastenhämmern auf Kommando gehört also der Vergangenheit an. Trotzdem müssen Sie gelegentlich schnelle Reaktionen beweisen und im richtigen Moment die angezeigten Tasten betätigen. Gerade in den opulent inszenierten Bosskämpfen und auf kurze Distanz kommt es so immer wieder zu hektischen Augenblicken. Aber genau dieser "positive Stress" zeichnete "Resident Evil 4" damals wie heute aus.

Release: "Resident Evil 4 Remake" erscheint am 24. März 2023 für PC, PlayStation 4/5 und Xbox Series S/X. Das Spiel hat eine Altersfreigabe ab 18 Jahren und kostet je nach Version rund 60 bis 70 Euro.

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Author: Patricia Veum II

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